2D/3D-Prozessmodellierungstool komplett überarbeitet

By | 30. Mai 2016

Zu unserem 2D/3D-Modellierungstools haben wir von unterschiedlichster Seite sehr positives Feedback erhalten. Dies hat uns darin bestätigt, auf dem richtigen Weg zu sein. Ein Werkzeug, das Prozesse nicht nur als formales Modell, sondern auch in einer unmittelbar verständlichen Form visualisiert, hat ein hohes Nutzenpotenzial – nicht nur für das partizipative Entwicklung und Testen von Dienstleistungen, sondern auch im Kontext der Arbeitsgestaltung und Mitarbeiterschulung.  Die vielen Gespräche mit Praktikern haben gleichzeitig gezeigt, wo die Schwachpunkte unseres ersten Lösungsansatzes liegen. Die wichtigsten Anregungen für eine Weiterentwicklung waren:

  1. Ein solches Tool sollte mit möglichst allen eingeführten Prozessmodellierungstools kommunizieren können und statt der erweiterten Ereignisgesteuerten Prozessketten die gebräuchlichere Business Process Model and Notation (BPMN) als Basis verwenden.
  2. Der zeitliche und finanzielle Aufwand für die Erstellung der 3D-Visualisierungen muss so klein wie möglich gehalten werden.
  3. Das System sollte einfach zu bedienen sein. Insbesondere sollte auch die 3D-Visualisierung von Normalanwendern angepasst werden können.

Das Tool wurde in letzten Wochen deshalb komplett überarbeitet. Es ist ein neuer Prototyp entstanden, der nun zu Testzwecken im ServLab des Fraunhofer IAO aufgebaut ist.  Im Unterschied zur vorherigen Lösung basiert dieser Prototyp auf BPMN 2.0 und verwendet Choreographie-Diagramme auf der oberste Modellierungsebene und zur Navigation durch den Prozess. Statt jeden einzelnen Prozessschritt in 3D zu visualisieren, geschieht dies jetzt nur noch für Prozessabschnitte bei denen die 3D-Darstellung einen spürbaren Mehrwert bringt. Außerdem wurde ein Multitouch-Planungstisch angeschlossen, mit dessen Hilfe Objekte in der 3D-Darstellung positioniert werden können. Auf das Feedback zu dieser neuen Lösung sind wir gespannt.